Laut einer Untersuchung des Analysehauses Franke & Bornberg für die Frankfurter Allgemeine Zeitung bieten die Billigtarife der Privaten Krankenversicherungen (PKV) oftmals erheblich weniger Leistungsstandards als die Angebote der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Zudem müssten Versicherte, die ein solches Billigangebot annehmen, mit überdurchschnittlichen Beitragserhöhungen rechnen.
Geringes Leistungsangebot bei den Billigtarifen der PKV
Die meisten PKV kommen ohne solche Billigangebote kaum mehr aus, einige von ihnen erzielen mit den Tarifen inzwischen zwischen 75 und 80 Prozent ihres Neugeschäftes. Das erklärt dann auch die aggressive Werbung mit den Tarifen, die nach Ansicht des Analysehauses oftmals das reinste Risiko darstellen.
So deckten die Billigangebote deutlich weniger als die bei normalen Tarifen gängigen 60 Prozent Erstattung bei Leistungen wie Psychotherapien, Reha-Maßnahmen, Kuren, Heilpraktiker-Behandlungen, ambulanten Transporten und künstlicher Befruchtung.
Auch bei den bei privaten Versicherern üblichen Zusatzleistungen wie die Kostenerstattungen bei Zahnersatz oder das 2-Bett-Zimmer in den Krankenhäusern müssten deutliche Abstriche gemacht werden.

