Nachdem der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung eine Flucht von Hunderttausenden Mitglieder der jeweils betroffenen Krankenversicherung in eine andere ausgelöst hat, bleiben auch die privat Versicherten nicht vor Beitragserhöhungen verschont. Durch die stetig steigenden Gesundheitskosten dürften die derzeitigen Beiträge kräftig erhöht werden.
Krankenversicherung und Kapitalmarkt
Entscheidend für die Beitragsentwicklung sind den privaten Krankenversicherungen sind erstaunlicherweise nicht unbedingt die Behandlungs- und Medikamentenkosten, sondern der Kapitalmarkt. Von den Beiträgen der Mitglieder wird nämlich ein bestimmter Prozentsatz auf dem Kapitalmarkt angelegt. Somit richtet sich die Beitragshöhe danach, wie viel Prozent des monatlichen Beitrages die PKV zurücklegen kann und welche Zinsen dafür gezahlt werden. Natürlich spielen auch noch andere Komponenten bei der Beitragsgestaltung hinein: Wie positiv entwickelt sich das Neukundengeschäft? Wie verändert sich die Stornoquote? Wie positiv ist die Gesamtbilanz zu beurteilen?
Das alles ist für einen außenstehenden Laien kaum zu verstehen, womit die Auswahl der günstigsten PKV erheblich erschwert wird. Zwar gibt es zahlreiche Tests der privaten Krankenversicherungen, aber auch hier ist die Transparenz und Hilfe eher als gering einzustufen.
Spezialtarife
Da sich nicht jeder Versicherte mittlerweile den Normaltarif bei den PKV leisten kann, bieten immer mehr Versicherungen einen Spezialtarif an, der zwar unter dem normalen Tarif liegt, dafür aber auch weniger Leistungen anbietet. Damit sind solche Billigtarife eigentlich nur für junge gesunde Menschen geeignet, um eine Zeit lang Geld zu sparen. Mit zunehmendem Alter ist jedoch der PKV Tarifwechsel in einen Normaltarif durchaus notwendig.

