Auf eine ganz neue Möglichkeit, zusätzliche Mittel einzustreichen, sind die öffentlichen Helios-Kliniken mit 61 Standorten in ganz Deutschland gekommen – sie erklären einfach ganze Stationen zur Privatklinik. Und das ganz legal, so die Gerichte.
Hohe Gewinne durch Privatstationen
Mit diesem Geschäftsmodell erwirtschaftet der Konzern nach Expertenschätzungen mehr als 40 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen. Inzwischen laufen die Privaten Krankenversicherungen (PKV) Sturm gegen diese Geschäftspolitik und nennt das ganze eine “Grauzone zur Abrechnungsoptimierung”, unter dem insbesondere die PKV zu leiden hätten.
Höhere Preise
Hintergrund ist, dass mit der Deklarierung einer öffentlichen zu einer privaten Station nicht mehr die Preise der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) verlangt werden müssen. Diese Preise würden bei einer öffentlichen Station auch bei privat Versicherten gelten – was in einer Privatstation nicht mehr der Fall ist. Hier kann bis zu dreimal höher abgerechnet werden.
Trotz aller Proteste der PKV: die Helios-Kliniken haben bis hin zum Bundesgerichtshof Recht bekommen. Nun soll es die Politik richten: das Bundesgesundheitsministerium prüft derzeit die Situation.

