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Unisex-Tarife machen private Krankenversicherung teurer

Ab Dezember 2012 müssen die privaten Krankenversicherungen Schluss mit den unterschiedlichen Tarifen für Frauen und Männer machen, ab da gelten dann einheitlich Tarife ohne Berücksichtigung des Geschlechtes. Die berufsständische Vertretung der Finanz- und Versicherungsmathematiker (DAV) befürchtet durch diese einheitlichen Tarife nun höhere Beiträge.

Frauen sind anders

Nach Ansicht der Mathematiker sei das Geschlecht eines Versicherten von großer Bedeutung für den Beitragssatz, da es einen „risikospezifischen“ Faktor habe. Damit ist wohl die statistisch häufigere Erkrankung von Frauen gegenüber Männern gemeint.

Da dieses Risiko in Zukunft nicht mehr berücksichtigt werden darf, befürchtet der DAV steigende Beiträge, weil sich die privaten Versicherer vor der Unsicherheit der Unisex-Tarife schützen können. Eigentlich müssten mit Einführung der neuen Tarife in Zukunft Männer mehr bezahlen, während die Frauen weniger Beiträge leisten müssen.

Aber auch das sei nicht möglich, weil laut dem Versicherungsaufsichtsgesetz Beiträge für Neukunden nicht niedriger als für Bestandskunden sein dürfen. Somit werden die Versicherer wohl gleich mit Einführung der neuen Tarife  Höchstsätze berechnen, die über den derzeitigen Tarifen liegen.

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